Arbeitsmarkt Juli 2026

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven (Delmenhorst, Oldenburg (Oldenburg), Wilhelmshaven, Landkreis Ammerland, Landkreis Friesland, Landkreis Oldenburg, Landkreis Wesermarsch) im Juli 2026 gestiegen. 27.289 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 849 Personen mehr (3 Prozent) als im Juni, aber 491 Personen bzw. 2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,3 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,5 Prozent.

„Im Juli ist die Arbeitslosigkeit erneut angestiegen. Dies ist saisontypisch.“, sagt Kristjan Messing, operativer Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Oldenburg – Wilhelmshaven. „Schülerinnen und Schüler meldeten sich nach Schulabschluss arbeitslos, mit dem Ausbildungs- oder Studienstart werden sich viele von ihnen wieder abmelden. Darüber hinaus haben sich junge Frauen und Männer nach dem Ausbildungsabschluss bei uns registriert, die auf der Suche nach ihrer ersten Stelle als Fachkraft sind. In unserer Region gibt es weiter viele Beschäftigungschancen, gerade für qualifizierte Fachleute.“

Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im Juli bei 33.282 Personen. Sie erhöhte sich gegenüber dem Vormonat Juni (491 Personen bzw. 1,5 Prozent) und sank verglichen mit Juli 2025 (-81 Personen bzw. -0,2 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 11.083 Personen (750 Personen mehr als im Vormonat und 721 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 16.206 Arbeitslose registriert (99 Personen mehr als im Vormonat, aber 1.212 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 59 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 6.220 Personen arbeitslos. Davon kamen 2.071 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 5.409 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 1.633 eine Erwerbstätigkeit auf.

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 1.384 Stellen wurden im Juli neu gemeldet (182 weniger als im Vormonat und 68 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Verarbeitendes Gewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen, öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung, Baugewerbe. Aktuell befanden sich damit 6.839 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 1.009 (entspricht -4 Prozent) auf insgesamt 28.163.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 37.965 erwerbsfähige Leistungsberechtigte betreut, das waren 1.487 Personen weniger (-4 Prozent) als vor einem Jahr.
(Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet)

Landkreis Wesermarsch

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Wesermarsch im Juli 2026 gestiegen. 3.250 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 119 Personen mehr (4 Prozent) als im Juni, aber 79 Personen bzw. 2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,7 Prozent und lag mit 0,3 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,8 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.186 Personen (89 Personen mehr als im Vormonat und 13 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 2.064 Arbeitslose registriert (30 Personen mehr als im Vormonat, aber 92 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 64 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 635 Personen arbeitslos. Davon kamen 203 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 524 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 160 eine Erwerbstätigkeit auf.

In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 143 (entspricht -5 Prozent) auf insgesamt 2.922.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 3.937 erwerbsfähige Leistungsberechtigte betreut, das waren 187 Personen weniger (-5 Prozent) als vor einem Jahr.
(Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet)

Lage auf dem Ausbildungsmarkt im Juni

Im Bereich der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven (Delmenhorst, Oldenburg (Oldenburg), Wilhelmshaven, Landkreis Ammerland, Landkreis Friesland, Landkreis Oldenburg, Landkreis Wesermarsch) waren bis Juli insgesamt 4.639  Interessierte als Bewerber und Bewerberinnen für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium bei der Berufsberatung gemeldet, darunter befanden sich 1.435 Jugendliche mit Migrationshintergrund.

„Auch jetzt noch auf die Suche gehen!“ rät Messing den jungen Menschen. „In vielen Ausbildungsberufen gibt es noch freie Ausbildungsplatzstellen.“ Die Bundesagentur für Arbeit bietet für die Suche neben ihrer individuellen Beratung zahlreiche Online-Angebote inklusive dem Selbsterkundungstool „Check U“. „Unsere Berufsberatung steht persönlich, per Videotelefonie oder telefonisch für Beratungsgespräche zur Verfügung“, so Messing weiter.

Von den 4.639 Bewerbern und Bewerberinnen waren zahlenmäßig 280 Personen (6 Prozent) weniger als im Juli 2025 gemeldet. Aktuell suchen 1.848 Bewerber und Bewerberinnen aktiv nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium. Alle anderen Bewerber bzw. Bewerberinnen haben sich bereits für ein Angebot entschieden oder eine andere Alternative für sich gefunden.

Die regionalen Unternehmen haben bisher 4.611 Ausbildungs- und duale Studienplätze gemeldet (192 Stellen bzw. 4 Prozent weniger als vor einem Jahr). Rein rechnerisch kommen damit auf 100 Stellen 101 Bewerber bzw. Bewerberinnen. Aktuell sind 1.923 Ausbildungs- und duale Studienplätze frei, vor allem in den Berufen Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Bankkaufmann/-frau, Fachkraft – Lagerlogistik und Kaufmann/-frau – Büromanagement.

Die Berufs- und Studienberatung ist von überall telefonisch und per Videotelefonie erreichbar und bietet individuelle Beratungen an: Hotline 0800 4 5555 00.

Auszug aus Presseinfo Nr. 26 der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven.

Das Titelbild wurde mit Hilfe von KI generiert.